Texte


Hochwässer in der Geschichte            Heuchelei         

Klimawende Text 1

Seit 1941 gibt es die ersten Warnungen vor einem menschgemachten Klimawandel. Seit 1971 wird ernsthaft gewarnt. Bereits den Achtzigerjahren wurde das Thema breit diskutiert unter anderem während meiner Ausbildung zum Chemielehrer (Dr. Erhard Glötzl).

Die gegenwärtigen Untersuchungen und auch die persönlichen Wahrnehmungen lassen mich sicher sein, dass dringender Handlungsbedarf besteht. 

Aber, auch wenn wir jetzt alles menschenmögliche unternehmen, werden wir die Folgen für die nächsten Jahrzehnte nicht mehr verhindern können. Wir müssen uns darauf vorbereiten. Wir schaffen das. 

Gleichzeitig müssen wir weltweit eine langfristige Strategie verfolgen, die fossilen Brennstoffe zu ersetzen. 

Fanatismus und Katastrophismus bringt uns nicht weiter. Wenn nur Europa die Wende schafft, bringt das gar nichts. Wenn Europa aber die Wende sozialverträglich und ohne die Wirtschaft zu ruinieren gelingt, könnten die Schwellenländer… langsam folgen. Bis 2060 sollte es zu schaffen sein. Voraussetzung ist natürlich, dass die Weltbevölkerung bald nicht mehr wächst. 

 

Klimawende Text 2

Ich glaube, dass die schlimmen Prognosen im Großen und Ganzen stimmen. Möglicherweise geben uns kosmische oder geologische Ereignisse noch eine Galgenfrist. 

Kurzfristig können wir gar nichts ändern – langfristig schon. 

Unser Europa – ein Fliegendreck auf der Weltkarte – kann gar nichts ändern. Aber wenn wir beweisen, dass ein Wandel möglich ist ohne unsere Volkswirtschaften zu zerstören, eine Vorbildwirkung entfalten, langfristig schon. 

Also: Mit Hausverstand an der Klimawende arbeiten! 

Und vor allem: An der Bewältigung der bereits unvermeidlichen Folgen müssen wir arbeiten: 

  • Energieautarkie 
  • Wasserwirtschaft – viele Staubecken für Dürrezeiten
  • Überflutungsräume für Starkregenereignisse 
  • Terrassierungen, um Verlust von Ackerflächen zu vermindern. 
  • Siedlungspolitik anpassen
  • Sicherheitskonzepte, um Plünderungen bei katastrophalen Ereignissen zu verhindern

Ich glaube an den Klimawandel. Text 3

Die Aussagen der meisten Wissenschaftler weisen darauf hin. Meine Lebenserfahrung auch. In unserer Gegend gab es in meiner Kindheit noch viele Schilifte. Daran ist nicht mehr zu denken. Dass die Gletscher massiv zurückgegangen sind, kenne ich aus eigener Anschauung.

Auch wenn sich alle, die es sich leisten können, sofort alle erdenklichen Maßnahmen für die Klimawende ergreifen, werden sich die Folgen der Erderwärmung für lange Zeit nicht mehr stoppen lassen. Das Klima-System ist träge, es wird erst im Laufe von Jahrzehnten auf unsere Bemühungen reagieren. Dazu kommt, dass große Teile der rasch wachsenden Weltbevölkerung ihren Beitrag weder leisten können noch wollen.

Auch in den reichsten Ländern (z. B. Österreich) ist die Bereitschaft, Einschränkungen in Kauf zu nehmen, sehr gering. Wenn wegen kurzfristig 10 % Inflation schon Bilder von hungernden Kindern beschworen werden, glaube ich nicht, dass es möglich sein wird, die vermutlich notwendigen 40 % Einschränkungen bei Wohnen, Mobilität, Nahrung, Konsum zu realisieren.

Also werden wir vorerst mit dem Klimawandel leben müssen. Starkwetterereignisse werden zu einer massiveren Bauweise vor allem bei den Dächern führen. Manche Gebiete werden wegen zunehmender Hochwässer und wegen des ansteigenden Meeresspiegels unbewohnbar werden. Enkel werden also einige Kilometer weg vom Wohnort der Großeltern Häuser bauen oder Wohnungen mieten müssen. Von heute auf morgen geschieht das nicht. Meine Kinder leben unabhängig vom Klimawandel hunderte Kilometer weg von ihrem Geburtsort. Meine Frau dreißig Kilometer. Ist das eine Katastrophe? Nein.

In erster Linie müssen wir uns auf den Klimawandel vorbereiten. Wir müssen Maßnahmen gegen die erwartbaren negativen Auswirkungen ergreifen. Bauordnungen müssen weitblickend verändert werden, das Wassermanagement (Entlastungsgerinne, Stauseen für Wassermangelzeiten, Hochwasserschutz und Energiespeicherung) muss angepasst werden, die Infrastruktur muss den zu erwarteten Stürmen Stand halten. Es könnte auch Gebiete auf der Erde geben, die durch den Klimawandel profitieren (Norden? Sahara? Atatkama? Höhenlagen?). Das gilt es in die Überlegungen mit einzubeziehen.

In zweiter Linie müssen wir mit aller Kraft dem Klimawandel entgegenwirken – für Kinder und Enkel!

  • Ausbau der Elektrizitäts-Infrastruktur
  • PV auf jeder geeigneten Fläche – vertikal auch auf der grünen Wiese
  • Windkraftanlagen an jedem geeigneten Standort
  • Primärenergie sukzessive Richtung Strom verlagern (Wasserstoff…),
    – vorerst zumindest weg von Kohle und Öl Richtung regionalem Erdgas, dann…
  • Pumpspeicher dezentral, wo immer es geht
  • Vergasung/Verstromung aller geeigneten Abfälle
  • Änderung des Mobilitäts-, Wohn-, und Konsumverhaltens (Bildung – Politik)
  • CO2 aus der Atmosphäre entfernen

Das Gelingen dieser Strategie hängt vor allem von einer funktionierenden Wirtschaft ab, die Maßnahmen müssen finanziert werden. Man sieht jetzt schon, dass weniger wohlhabende Regionen kaum für Klimawende-Maßnahmen zu gewinnen sind.

SCHLUSS MIT DER HEUCHELEI Text 3
und Ankleben bringt gar nichts!

DIE KLIMAWENDE MUSS BIS 2050 REALISIERT WERDEN!

ABER

Wir werden noch sehr viel Erdöl, Erdgas und Kohle brauchen, bis wir die Klimaziele erreichen und auch, damit wir die notwendigen Anlagen (PV, Windkraft, Wasserkraft …) errichten und finanzieren können.

Die dafür notwendige Energie kaufen wir derzeit bei Kriegsverbrechern, Folterern oder wir nehmen schwere Umweltschäden in anderen Ländern in Kauf.

DAHER
Der weitere Ausbau der Wasserkraft (mit Fischaufstiegen, genügend Restwasser…) darf auch bei uns kein Tabuthema sein!
Warum sollen wir mit dem Abbau von Lithium nur die Menschen in Südamerika belasten? Die Mine Wolfsberg in Kärnten und ein Vorkommen in Portugal würden für ganz Europa für lange Zeit reichen!

Anstatt Fracking-Gas aus den USA … zu kaufen, sollten wir unsere eigenen Vorräte heben! Fracking-Gas (Waldviertel) und Kohle (Innviertel) gibt’s genug in Österreich. In Molln (Oberösterreich) schlummert wahrscheinlich Erdgas für viele Jahre in bester Qualität. Bei diesem Vorkommen ist Fracking nicht notwendig.

Die notwendige Anzahl an Windkraftanlagen muss errichtet werden – in jeder Gemeinde. Pro 500 – 1000 Einwohnern muss man auch bei allen denkbaren Einsparungen und Alternativen mit einer Windkraftanlage rechnen. Die geeigneten Standorte sind zu widmen.

Auch auf der grünen Wiese müssen PV-Anlagen errichtet werden. Schlau gemacht, könnte das die Biodiversität sogar fördern. Kugelfang sind sie leider nicht 😉

Vertikale Solarmodule

Auf der grünen Wiese

Beispiele

Speicherseen errichten, wo immer es technisch möglich ist. Den Pflanzen und Tieren ist es wurscht, ob es sich um Natur aus erster oder zweiter Hand handelt.

– bis die Energiewende endlich gelungen ist.

BITTE RECHNEN – NICHT TRÄUMEN!


Holz – Biogas – Holzgas

Biomasse ließe sich in Österreich noch um ca. 15 Prozent steigern. Das macht bei der Gesamtenergie allerdings nur höchstens 2 Prozent aus. Trotzdem – es ist auch ein Beitrag.

Holzverbrennung ist bilanziell fast klimaneutral – über längere Perioden gesehen. Das Nachwachsen braucht seine Zeit. In Österreich wächst jedenfalls deutlich mehr Holz nach als verbrannt wird. CO2 aus Erdgas und Erdöl ist ein irreversibler CO2-Input.

Idealerweise werden nur die Holzabfälle verbrannt (Pellets, Hackschnitzel) und der Großteil in die Bau- und Möbelproduktion verwendet. Dabei wird CO2 gebunkert – über viele Jahre.

Für Pellets wird ohnehin überwiegend Sägeabfall verwendet und für Hackschnitzel meist Sträucher und Astholz. Diese Biomasse ist auf den frei gewordenen Flächen in zwei bis drei Jahren schon wieder nachgewachsen.

Ein weiterer Ansatz wäre, Holz und alle anderen biogenen Stoffe nicht zu verbrennen oder kompostieren, sondern pyrolytisch/thermolytisch zu vergasen (CO, H2…).
Das Gas wird als Prozessenergie und zur Stromerzeugung verwendet bzw. in das Gasnetz eingespeist. Die Infrastrukur ist vorhanden.
Die verbliebene Pflanzenkohle kann auch als Dünger verwendet werden (vgl. Terra Preta), der viele Stoffe binden kann, die auch klimaschädlich oder für das Grundwasser problematisch sind. Für die Wurzeln der Pflanzen sind diese Stoffe jedoch gut verfügbar.
Die bereits gut funktionierenden Pilotanlagen sollten längst auf breiter Basis Nachahmung finden.

 

Hochwässer in der Geschichte

Wie bewertet man die Änderungen
Zunahme/Abnahme der Todesopfer?
Zunahme/Abnahmer der (versicherten) Schäden? 
Bei welchen Umständen spricht man von Extremereignis? 
Welche Aufzeichnungen an welchen Stellen und Umständen nimmt man her?

·                    Sturmflut von 1212: Ca. 60.000 Tote. Region: Niederlande

·                    Zweite Marcellusflut (1362): Ca. 25.000 Tote. Region: Niederlande

·                    St. Felix-Sturmflut (1530) Region: Niederlande Ca. 100.000 Tote

·                     Allerheiligenflut (1570): Ca. 20.000 Tote. Niederlande

·                    Gelber-Fluss-Flut (1887) Todesopfer: 900.000 bis 2 Millionen, China

·                  Große Flut in China (1931) Region: Jangtse, Gelber Fluss und Huai-Fluss (China) Todesopfer: 1 bis 4 Millionen Toten, durch Ertrinken, Hunger und Seuchen.

·                  Hochwasser des Mississippi (1927)  500 bis 1.000 Tote

·                    Sintflut am Gelben Fluss (1938) Todesopfer: Ca. 500.000 bis 900.000

·                   Sturmflut von 1953: Ca. 1.800 Tote in den Niederlanden und Großbritannien.

·                     Bangladesch (1970) Region: Bangladesch (damals Ostpakistan) 300.000 bis 500.000 Tote

·                     Pakistanische Flut (2010)Region: PakistanTodesopfer: Etwa 2.000 Tote, Millionen obdachlos.

·                    

·                     Assam-Flut (2012) Region: Indien (Assam) ca. 120 Tote

·                     Ahrtal 2021 Deutschland ca. 180 Tote

·                   Große Flut in Brasilien (2022) (Pernambuco und Alagoas) Todesopfer: Über 100 Tote.

_____________________________________________________________

Diese Hochwasserkatastrophen zeigen die verheerenden Auswirkungen von Naturereignissen, oft verstärkt durch menschliche Faktoren wie Bevölkerungswachstum in Risikogebieten und unzureichende Vorsorge.

(Recherche chatgpt)

 

Quelle 2, ausführlicher, jedoch die Schwere der Folgen nicht sehr ausführlich:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Hochwasser-Ereignissen

 

Quelle 3, Die Presse v. 16. März 2025

https://www.diepresse.com/19475335/klimawandel-die-zukunft-gehoert-den-angepassten

Auszüge:

Klimawandel: Die Zukunft gehört den Angepassten

Selbst wenn die Welt kein Gramm CO2 mehr emittiert, wird der Planet heißer werden. Österreich muss diese Realität anerkennen und sich auf eine Zukunft mit mehr Wetterextremen vorbereiten.

 

 

 Weltweit stieg die Zahl der jährlichen Wetterkatastrophen zwischen 1970 und 2019 um das Fünffache, sagt die Weltorganisation für Meteorologie. Nur in drei Ländern sind die daraus folgenden Schäden im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung größer als in Österreich, so eine Studie des Swiss-Re-Instituts. Vor allem kurzfristige Starkniederschläge hätten sich durch den Klimawandel hierzulande kräftig erhöht, sagt TU-Professor Günter Blöschl. Das liege einerseits daran, dass „wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann“, andererseits daran, dass mehr Hitze am Boden zu einer stärkeren Aufwärtsbewegung der Luftmassen führt. „Sie kühlen somit auch schneller wieder ab und das führt zu mehr Regen“, sagt Blöschl.